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DIWASS ist live: Was Unternehmen jetzt über die digitale Abfallverbringung wissen müssen

DIWASS ist live: Was Unternehmen jetzt über die digitale Abfallverbringung wissen müssen

09. September 2026

DIWASS ist live: Was Unternehmen jetzt über die digitale Abfallverbringung wissen müssen

Seit dem 21. Mai 2026 ist DIWASS, das Digital Waste Shipment System der Europäischen Union, offiziell in Betrieb. Mit der neuen Plattform digitalisiert die EU die grenzüberschreitende Abfallverbringung und schafft einen zentralen digitalen Kommunikationskanal zwischen Unternehmen und Behörden. Doch welche Auswirkungen hat das konkret auf die Praxis und wie können sich Unternehmen optimal auf die neuen Anforderungen einstellen?

 

Was ist DIWASS und welches Ziel verfolgt die EU?

DIWASS, das zentrale EU-System für die digitale Abwicklung grenzüberschreitender Abfalltransporte, ermöglicht den elektronischen Austausch aller erforderlichen Informationen zwischen Unternehmen der Abfall- und Recyclingwirtschaft sowie den zuständigen Behörden.

Über die Weboberfläche von DIWASS können Unternehmen ihre Anträge und Vorgänge direkt erfassen, verwalten und einreichen. Gleichzeitig unterstützt das System die Anbindung spezialisierter Softwarelösungen, sodass relevante Daten automatisch an DIWASS übermittelt werden können. Eine solche Integration bietet beispielsweise das eTFSportal von Axians eWaste.

 

Abfalltransporte die durch DIWASS erfasst werden müssen

DIWASS betrifft insbesondere jene Transporte, die bereits nach bisherigem Recht dem Verfahren der vorherigen schriftlichen Notifizierung und Zustimmung unterliegen. Dazu gehören unter anderem:

Die rechtlichen Anforderungen bleiben unverändert. Neu ist jedoch, dass die administrativen Prozesse künftig digital über DIWASS abgewickelt werden.

Für nicht gefährliche Abfälle der sogenannten Grünen Liste (Anhang VII), die zur Verwertung oder zum Recycling bestimmt sind, gilt für den elektronischen Austausch der Begleitdokumente eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2026.

 

Wie die EU-Mitgliedstaaten DIWASS in der Praxis umsetzen

Obwohl DIWASS als europaweit einheitliche Plattform eingeführt wurde, kann die praktische Umsetzung je nach Mitgliedstaat unterschiedlich ausfallen.

Deutschland verfolgt traditionell einen föderalen Ansatz. Unternehmen haben es hier mit verschiedenen zuständigen Behörden auf Landesebene zu tun. DIWASS schafft zwar einen gemeinsamen europäischen Kommunikationsstandard, die behördlichen Zuständigkeiten und nationalen Verfahrensabläufe bleiben jedoch bestehen.

Belgien setzt beispielsweise auf ein hybrides Modell. Während Notifizierungen weiterhin über das nationale OVAM-System eingereicht werden müssen, können nachgelagerte Prozesse wie Versanddeklarationen und Anhang-VII-Transporte über DIWASS oder angebundene Softwarelösungen abgewickelt werden.

In den Niederlanden wird die Digitalisierung regulatorischer Prozesse bereits seit Jahren stark vorangetrieben. Viele Unternehmen erwarten daher eine enge Verzahnung bestehender digitaler Verwaltungsprozesse mit den neuen europäischen Anforderungen von DIWASS.

Auch in Ländern mit hohem Aufkommen internationaler Stoffströme, wie beispielsweise Frankreich, Italien oder Spanien, wird DIWASS vor allem dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Behörden zu vereinfachen und den Dokumentenaustausch weiter zu standardisieren.

 

Welche Vorteile bieten spezialisierte Softwarelösungen?

Die von der EU bereitgestellte DIWASS-Oberfläche ermöglicht zwar die vollständige Durchführung der erforderlichen Verfahren, ist jedoch primär auf die Bearbeitung einzelner Vorgänge ausgelegt.

Unternehmen mit einem hohen Transportvolumen stoßen dabei schnell auf einen erhöhten Verwaltungsaufwand, da Transporte einzeln erfasst und verwaltet werden müssen.

Hier bieten Drittanbieterlösungen wie das eTFSportal entscheidende Vorteile. Sie nutzen dieselbe DIWASS-Schnittstelle, erweitern diese jedoch um praxisnahe Funktionen. So können beispielsweise mehrere Transporte gleichzeitig per Stapelbearbeitung angelegt und bearbeitet werden.

Dadurch profitieren Unternehmen von:

 

Wie sollten sich Unternehmen jetzt vorbereiten?

Unternehmen, die grenzüberschreitende Abfalltransporte durchführen, sollten ihre bestehenden Prozesse frühzeitig überprüfen und an die neuen Anforderungen anpassen. Insbesondere bei hybriden Modellen ist es wichtig zu verstehen, welche Verfahrensschritte über nationale Systeme und welche über DIWASS beziehungsweise angebundene Softwarelösungen abgewickelt werden.

Eine frühzeitige Integration in die Prozess- und Compliance-Planung hilft dabei, unnötige Aufwände zu vermeiden und die Vorteile der Digitalisierung voll auszuschöpfen.

So unterstützt Sie Axians eWaste bei der Umstellung

Axians eWaste begleitet Unternehmen umfassend bei der Einführung von DIWASS. Von der technischen Anbindung über die Integration bestehender Prozesse bis hin zur praktischen Anwendung im Tagesgeschäft unterstützt Axians Unternehmen dabei, die regulatorischen Anforderungen sicher zu erfüllen und gleichzeitig die Effizienz ihrer Abläufe zu steigern.

DIWASS effizient und bequem umsetzen. Hier gibt’s weitere Infos zum eTFSportal.


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